Samstag, 30. Juni 2012

Die Grischa Trails - Prolog

Prolog

Irgendwann im Winter entschied unsere Teamchefin Bea, dass es diesen Sommer - im Gegensatz zu 2011- mehr runter als hoch gehen sollte. Entsprechend sah dann auch die Vorbereitung etwas anders aus, wobei es hier auch individuelle Unterschiede gab. Ich beschränkte mich auf den Kauf von Knie- und Ellbogenprotektoren und ein wenig Üben an den steinigen Hängen entlang der Wupper.

Wie letztes Jahr wählten wir wieder SportsInTeam als bewährten Veranstalter - die hatten mit der "Grischa Trailrunde" in der Schweiz auch eine passende Veranstaltung im Programm. Bei dieser Tour rund um die Ortschaften Davos, Arosa und Lenzerheide werden alle Möglichkeiten mittels Lift und Seilbahnen genutzt um so auf möglichst viele Höhenmeter, aber >abwärts!<, zu kommen.

Mit dabei waren alle unserer 2011er Truppe vom Alpencross, verstärkt um die Pfälzerrunde mit Heinz, Burgl und 3/4-Klaus.
Bei feinstem Wetter erreichten wir am Samstag die Alpenmetropole Davos und bezogen erst mal Quartier im Hotel Strela. Ein Teil der Truppe war früher angereist und hatte bereits begonnen die Trails in der Umgebung unsicher zu machen.


Sonntag, 20. Mai 2012

RTF Forsbachtour


Das frühe Aufstehen hatte sich mal wieder gelohnt. Gegen 10 Uhr startete ich mit Walter und Peter van L. (vom Alpencross 2011) in Köln Zündorf auf die 75km Runde der Forsbachtour.
Wenn man die Rheinebene erst mal verlassen hat, zeigt sich die Strecke von ihrer schönsten Seite und auch das Wetter blieb warm und trocken. Die Tour war durchweg gut ausgeschildert und die Verpflegung an den Kontrollstationen sowie im Start-Zielbereich war vorbildlich.
Zusammen kamen dann 83km und knapp 700 Höhenmeter.

Samstag, 12. Mai 2012

Frühling im Pfälzer Wald


Es sollte eine Art Trainingslager für unserer Grischatrailrunde im Juli in der Schweiz werden und so folgten dann fast alle 8 Enduristen dem Ruf zu einem Stell-Dich-Ein (teilweise auch zu einem "Fall-Gleich-Hin") im südlichen Pfälzerwald.
Die Gegend um Bundenthal war seit letzten Herbst als Trailparadies bekannt und außerdem hatten Burgl und ich noch eine Rechnung mit dem F-Weg offen...aber der Reihe nach...

Nachdem wir uns am Abend mit Pfälzer Köstlichkeiten wie Saumagen, Rieslingschorle und Obstler ausreichend vertraut gemacht hatten, ging es am ersten Tag auf Trails rund um Dahn. Wir befuhren den Dahner Felsenpfad, besuchten eine Burg, übten in Spitzkehren das Hinterradversetzen und ließen letzte Körner auf der CC-Rennstrecke oberhalb Bundenthals. 3/4-Klaus war so begeistert, dass er sich von der Strecke auch gleich einen Abdruck seiner Pedale an der Wade mitnahm.


Nach einer kurzen Nacht führte uns der zweite Tag in das deutsch-französische Grenzgebiet und es ging mit reichlich Höhenmeter über die Wegeln- zur Hohenbourg, weiter zur Ruine Loewenstein und anschliessend auf anspruchsvollem Trail runter zur Ruine Fleckenstein. 

3/4  sondiert das Terrain

Nach obligatorischer Stärkung mit Weizenbier und Kuchen ging es in einen kurzen Trail zum Gimbelhof. Dieses Detail ist an sich nicht erwähnenswert, wenn sich hier nicht ein seltenes Phänomen ereignet hätte: nach nicht mal 1/4 des Weges erlebte 3/4 wie sich plötzlich und unerwartet die Erde unter ihm wegbewegt hatte. Dies führte zunächst zu Rippenschmerzen bei ihm und dann zu Bauchschmerzen vor Lachen bei den anderen. Selbst ein paar Wanderer kennen jetzt die Anekdoten die sich um den 3/4-Klaus ranken und tragen sie vermutlich in Gebiete weit über den Pfälzerwald hinaus...

Weiter ging es in einem Trail-Asphalt-Mix nach Wissembourg zu Flammkuchen, Weinschorle und französischen Augenschmeichlerinnen die sich dort als Bedienung verdingt hatten (wieso gibt es hier eigentlich keine Bilder??). Man hätte dort noch länger verweilen können aber irgendwann ging es dann doch entlang der Lauter wieder zurück nach Bundenthal wo der Abend spät mit einer der famosen Sporkmann'schen Käseplatten ausklang...

Der letzte Tag war dem Felsenweg in Rodalben gewidmet und so brachen wir dann nach dem Frühstück auf um uns 43km Singletrail am Stück zu geben.

1x da und schon eine Berühmtheit
 

Bei feinstem Sonnenschein erlebten dann noch 6 verbliebene Unerschrockene den Felsenweg bei besten Temperaturen mit wunderschöner Landschaft und ohne Wanderer. Der ein oder andere ließ sich auch zum schnellen Fahren verleiten was ja manchmal zum Unglück führt. Es ging aber alles gut aus und 3/4-Klaus bekam zudem die Möglichkeit uns allen seinen Verbandskasten zu präsentieren


Fazit: 3 Tage Singletrails, Wurzeln, Steine, Gemeinschaftsbad ohne Schlüssel, Schlafmangel, Marille, Pokalfeier, Käseplatte, Mirabelle, Rex Cramer, Heinz' Apps und Rhabarber-Oelek-Konfitüre haben doch Spuren hinterlassen -
dennoch: Danke an alle die dabei waren und gerne wieder!

Donnerstag, 29. März 2012

Ende des Winterpokals 2011/12

Am 25.März endete der WP und ab heute dürfen keine Einheiten mehr nachgetragen werden. Damit steht also das endgültige Ranking fest.

Als Team erreichten wir den 187-ten Platz was bei fast 600 gemeldeten Teams (und fast 3000 Teilnehmer) garnicht so schlecht ist:


Innerhalb des Teams gab es gegen Ende auch noch zwei packende Kämpfe; einmal natürlich um die Führung und zum anderen um die rote Laterne.

Die rote Laterne ging dann trotz Wanderungen im Naafbachtal, E-Bike-Runden und extremes Cappuccino-Cruising an unseren AW. Ich hoffe wir überleben alle die Lasagne...


Nachdem der first looser feststand, gaben sich die Damen im Mittelfeld auch einen heißen Fight, AS konnte aber aufgrund ihres späten Erwachens aus dem Winterschlaf die Teamchefin nicht mehr einfangen.



An der Spitze wurde es zum Schluß noch mal sehr eng. H-P hatte kurz vor Ende zu mir aufgeschlossen und hätte ich nicht zufälligerweise noch eine ausgedehnte Trainingseinheit auf Mallorca eingeplant, dann auch sicher den Sieg davongetragen. Naja, vielleicht nächstes Jahr :-)



Die ganze Sache hat Spaß gemacht und zusätzlich motiviert - gerne wieder !

Freitag, 23. März 2012

Mallorca Tag 5 - Ausrollen in der Sonne

Der letzte Rad-Tag auf der Insel führte uns bei Kaiserwetter in den Nordosten, genauer - nach Betlem, einer Einsiedelei die früher auch als Kloster genutzt wurde.


Zunächst ging es über Alcudia und Can Picafort nach Arta. Von dort fährt man dann in nördlicher Richtung in eine Sackgasse nach Betlem. Da die Straße meistens sehr schmal und zum Teil auch kurvig ist, begegnet man hier keinen Bussen. Überhaupt war sehr wenig los in dieser Gegend und zum Rennradfahren damit ideal.


Betlem liegt hinter einer kleinen Passhöhe und von dort hat man einen fantastischen Blick auf die Küste.




Die Rückfahrt erfolgte dann entlang der gleichen Strecke wie hinzu, nur genehmigten wir uns diesmal unterwegs noch ein Stück Erdbeerkuchen - schön war's!
Wallfahrtskirche Sant Salvador oberhalb Arta




Donnerstag, 22. März 2012

Mallorca Tag 4 - Königsetappe "Sa Calobra"

Heute fuhren wir unsere Königsetappe. Zunächst ging es von der Küste aus erstmal wieder ins Peter Maffay - Tal und über die wenig befahrene wellige Strecke nach Caimari. Dort geht es dann gemeinsam mit vielen anderen Rennradlern in den Berg.


Der erste Aufstieg ist relativ moderat und führt mit 400 Höhenmeter über eine schöne Straße mit vielen Kurven bis zum Abzweig beim Kloster Lluc. Dann geht es links weiter bis zum Abzweig nach Sa Calobra. Zwischendurch hat man eine tolle Aussicht über das Tramuntana-Gebirge


Irgendwie hatte ich mich darauf eingestellt, jetzt "oben" zu sein und mich erst mal nach Sa Calobra runterzustürzen. Das war aber ein Irrtum wie sich schnell herausstellte. Zunächst ging es recht wellig bis zum Kiosk/Abzweig und dann musste man erst noch über den Pass "Coll dels Reis". Die daraufolgende Abfahrt in das 700m/12km tieferliegende Sa Calobra entschädigte für die vorangegangene Qual. Wir hatten wenig Verkehr und konnten schnell laufen lassen.

 

Am Meer angekommen stärkten wir uns erst mal um uns dann auf dem gleichen Weg wieder bergauf zu machen. Wir hatten beschlossen, die Fotos auf dem Weg nach oben zu schießen, dummerweise hing die Passhöhe da aber in den Wolken



Auf Quäldich.de habe ich dann gesehen, dass die Schnellsten den Anstieg in ca. 30 Minuten schaffen. Selbst Lenne brauchte über 60 Minuten und über meine Zeit wird für alle Zeiten der Mantel des Schweigens ausgebreitet.
Nach einer kurzen Stärkung am Kiosk ging es an Kloster Lluc vorbei Richtung Pollenca. Zunächst gab es wieder ein paar kurze Gegenanstiege, dann ging es aber endlich in hohem Tempo bergab.
Leider gab es noch ein kleines Malheur was zum Glück glimpflich ausging: Ich fuhr im Windschatten sehr dicht hinter Lenne und hatte ein Schlagloch übersehen.Mit einem (Durch-)Schlag war die Luft aus meinem Hinterreifen und zum Glück ist es nicht zu einem Sturz gekommen


So gab es zum Ende noch eine kleine Reparaturpause bevor wir mit über 110km und 2100 Höhenmeter wieder im Hotel ankamen.



Mittwoch, 21. März 2012

Mallorca Tag 3 - Cap Formentor

Der Himmel über der Bucht von Pollenca war noch grau als wir am Morgen zum Cap Formentor aufbrachen. Der erste Anstieg war moderat aber lang. Immerhin wurde es etwas heller und wärmer.

Was auf der Karte wie ein Katzensprung aussieht, zieht sich dann doch ein wenig. Zwischendurch fährt man fast wieder auf Meeresniveau hinab um sich dann wieder die Berge hochzukämpfen.

 

Auch einen Tunnel muss man noch durchfahren und es ist garnicht so ungefährlich da man auf dem Hinweg noch die Steigung hat. Zum Glück ist wenig Verkehr und ein paar (Höhen-)Meter weiter bekommt man endlich den ersten Ausblick auf den Leuchtturm.

Die Touristenmengen halten sich in Grenzen und trotz recht hoher Preise stärken wir uns erst mal mit Pizza und Cola.

Kein Tourist und von imposanter Größe: Larus michahellis am Cap Formentor


Der Rückweg ist recht kurzweilig, denn wir sehen noch einen respektablen Verkehrsunfall (ohne Personenschaden), eine übel zugerichtete Wade (der wir Erste Hilfe leisten) und rasen dann den letzten Berg hinunter mit folgendem Ergebnis: 1 überholtes Auto, 2 (oder 3) überholte Radfahrer, mehrfaches Kopfschütteln und Lenne abgeschlagen hinter mir... da schmeckt auch der Kaffee in Pollenca, zumal die Tasse hier noch für 1€ zu haben ist